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Willkommen bei der DFG-Forschungsgruppe „Recht – Geschlecht – Kollektivität“

Unsere interdisziplinäre Forschungsgruppe (FOR) besteht seit Januar 2018. Ihr gehören Vertreter*innen der Rechtswissenschaft, der Soziologie, der Europäischen Ethnologie und der Geschichtswissenschaft von den drei größten Berliner Universitäten (HU/TU/FU), der Universität Potsdam und der Europa-Universität Viadrina Frankfurt (Oder) an. Unser Ausgangspunkt sind die Auseinandersetzungen um Teilhabe und gesellschaftlichen Zusammenhalt in der Gegenwart. Wir fragen danach, wie Kollektive entstehen, wie sie aufrechterhalten werden und wie in ihnen um Vorstellungen des Gemeinsamen gerungen wird. Diese Prozesse betrachten wir aus der Perspektive von Recht und Geschlecht. Kurz gesagt leitet diese Frage unsere Forschungen an: Wie stellen sich aktuelle gesellschaftliche Konflikte dar, wenn wir sie aus der Sicht juristisch normierter und zugleich vergeschlechtlichter Kollektivierungsprozesse betrachten? Mehr erfahren…

Die FOR besteht aus sechs Teilprojekten (TP) sowie einem Koordinationsprojekt. In jedem TP untersucht ein Team ein bestimmtes empirisches Forschungsfeld. In der zweiten Förderphase (2021-2024) sind das Umweltrecht und Umweltklagen (TP A), transnationale Arbeitskonflikte (TP B), Urban & Housing Commons (TP C), Verbraucher*innenschutz (TP D), gemeinwohlorientierte Prozesse der Infrastrukturierung (TP E) und Menschenrechte, queere Geschlechter und Sexualitäten seit den 1970er Jahren (TP F).


Aktuelles:

Konflikt und Kooperation in der Transformation

Podium mit Petra Sußner und Michael von Landenberg-Rodberg: Konflikt und Kooperation in der Transformation

 

  • Wann Jun 28, 2022 from 06:15 to 07:45

  • Wo E25, Unter den Linen 9/ Online, Anmeldung unter: law-and-society@hu-berlin.de

In der Klimakrise verschärfen sich bekanntlich Konflikte zwischen Menschen, Gemeinschaften und Umwelt. Auch die notwendige Transformation zu einer klimaneutralen Gesellschaft fordert diese Verhältnisse heraus. Wie kann Recht als Modus der Konfliktlösung hier zur Entschärfung beitragen? Auf dem Podium beleuchten Dr. Petra Sußner und Dr. Michael von Landenberg-Roberg entsprechend Beiträge von Klimarecht und Klimaklagen für die sozialökologische Transformation.

Michael von Landenberg-Roberg behandelt aus rechtswissenschaftlicher Regulierungsperspektive die Akzeptanzsicherung nach dem Klimaschutzrecht als Bedingung einer gelingenden Transformationspolitik.

Aus der Perspektive der feministischen Rechtswissenschaft untersucht Petra Sußner ausgehend von dem aktuell vor dem EGMR ausgetragenen Rechtsstreit der Klimaseniorinnen Möglichkeiten der Vergemeinschaftung im Recht des Anthropozän.

Dr. Michael von Landenberg-Roberg, LL.M. (Cambridge) ist Wissenschaftlicher Assistent und Habilitand am Lehrstuhl für Öffentliches Recht, insbesondere Verwaltungsrecht. Seine Forschungsinteressen sind Internationales, europäisches und nationales Umwelt- und Klimaschutzrecht, Verfassungsrecht, insb. Grundrechtsdogmatik, Grundlagen des öffentlichen Rechts (insb. Verfassungstheorie und Verfassungsgeschichte), Netzwerkregulierung sowie Methodische Grundfragen der Rechtswissenschaft.

Dr. Petra Sußner ist Projektkoordinatorin in der DFG Forschungsgruppe Recht-Geschlecht-Kollektivität, Post-Doc an der Humboldt Universität zu Berlin. Ihre Forschungsschwerpunte sind Legal Gender Studies, Asyl- und Migrationsrecht sowie Umweltrecht und Klimaklagen.

Diese Veranstaltung ist Teil der Vortragsreihe:  Regulating Extremes: Climate Change.